Mittwoch, 20. März 2013

Farbige Grauwerte, Teil 1 - Do. 14.3.13


Kurzer Überblick:


- PRAXIS: Zu Beginn haben wir das Bindemittel angesetzt, mit dem wir vorläufig malen werden, das aber auch als Zwischengrundierung für Pappen, Papier, (Tapete war nicht so geeignet, lassen wir künftig) und vor allem zu stark saugende gekaufte Leinwände dienen kann.

- Wir haben handelsüblichen Methylkleister angesetzt (1:10) und später Acrylbinder dazugegeben. Die Mischung kann je nach Zweck und Bedürfnis variieren, ich nehme gerne anfangs 2/3 Kleister und 1/3 Acrylbinder, verdünne die Mischung aber beim Malen mit Wasser.
Diese Mischung funktioniert sowohl als Zwischengrund als auch als Malmittel.

- THEORIE: Wir haben besprochen, dass es beim Malen immer um die Antagonisten Bindemittel - Lösungsmittel geht, denn die Pigmente sind unverändert in allen Systemen.

- Es schloss sich eine Fragestunde an und daraufhin eine eilige Übersicht, was ich sonst noch an diesem Abend gezeigt haben wollte. Manches war deshalb zu schnell und wird bei passender Gelegenheit nochmal vorgestellt.

- PRAXIS: An den beiden Abenden vor Ostern geht es darum, mit einfachen Pinselspuren Ausmischungen aller 4 Farben des Abends (Blau+Rot+Gelb+ viel Weiss!) zu erstellen, die möglichst nah an angegrautes Weiss reichen sollten.

WIE:
Man geht dabei so vor, dass man beobachtet, wie unterschiedlich die Mengen an Grundfarben jeweils sind, um eine mehr oder weniger dunkle "Sauce" mit Braun/Grautendenz zu ermischen. Interessanterweise zeigt erst im nächsten Schritt die Zugabe von Titanweiss, welche Tendenz der ermischte Farbwert tatsächlich hat. Sie sehen, dass es gelbliche, rötliche, grünliche, bläuliche usw. Grauwerte gibt, die aber erst im Zusammentreffen auf der Leinwand ihren Charakter zeigen (Kontrastwirkung).
Wer mag, ermischt sich die Farben aus den vorhandenen Pigmenten, um aber schneller zur Sache zu kommen, halten wir es in diesem Semester so, dass wir qualitativ einigermassen erträgliche Tuben- oder Flaschenfarben verwenden, die man aber durchaus nach Geschmack mit Pigmenten anreichern kann - Bindemittel verkaufen die Firmen zur Genüge in den Tuben und Flaschen...;-)

WAS:
"Raum voller Schneeflocken", Acryl und Pigmente oder Tubenfarben auf Papier (Block)
Man kann das Thema kleinteilig subtil oder grob und kräftig malen - wichtig ist mir dabei nur, dass die Pinselspuren nicht monoton und stereotyp, sondern möglichst abwechslungsreich sind. Das erreicht man, indem man auslotet, was all die unterschiedlichen Pinseltypen je nach Haltung und Ansatz hergeben. (Dazu s.u. Folie mit Pinselspuren nur mit dem Flachpinsel)
Das Thema "Raum voller Schneeflocken" gibt das ganz gut her, denn keine Flocke ist wie die andere.



Und nun wie immer hier die Folien des Abends:
















Montag, 11. März 2013

Grundkurs Malerei 2 - Überblick über den 2.Teil - 7.3.13



GRUNDKURS Malerei 2 - 2. Teil

2. Teil des Jahreskurses "Grundkurs Malerei"

(7. März 2013 - 19.Juli 2013)



7.3.13 Semesterüberblick

Auf dieser Seite werde ich parallel zum Grundkurs hier zumindest immer die Folien der vergangenen Stunden relativ zeitnah ( ;-) ich gebe mir Mühe...) veröffentlichen und bei Bedarf mit Kommentaren und weiteren Materialien (Bilder, Texte, Links, Buchempfehlungen, Anleitungen, Filmen etc.) ergänzen.

Der Abend am 7. März sollte den Neueinsteigern einen Überblick geben und einen Vorgeschmack auf das geben, was alle im Laufe dieses Jahreskurses erwartet. 
Ich würde mich freuen, wenn Ihnen das Vorgestellte Lust auf eine gewiss interessante Erfahrung gemacht hat und wir uns in den kommenden Wochen und Monaten Donnerstags ab 19 Uhr bis 21.15 Uhr im alten Postgebäude wiedersehen.
Alle anderen wissen ja, worauf sie sich einlassen  ;-)


Im Folgenden die Folien des Vorstellungsabends:























Die folgende Folie steht dafür, dass Sie ein paar schon vorhandener Pinsel zur nächsten Stunde zusätzlich zu den ggf. schon vorhandenen Flachpinseln mitbringen sollen, da ich zu den sehr unterschiedlichen Typen von Pinseln etwas erzähle. Mit Glück haben Sie ggf. einen Brauchbaren schon in Ihrer Sammlung - wenn nicht, auch nicht schlimm, für irgendwas ist irgendein Pinsel immer gut...:


Bitte bringen Sie immer Kleidung mit, die Ihnen Experimentelle Farberkundungen ermöglicht...

Donnerstag, 12. Juli 2012

Malerei Grundkurs - Gelb (2) - 5.7.12










 Die heutige Übung ist der Auftakt zu einer vereinfachten Demo der traditionellen Schichtmalerei, bei der auf eine Kohle-Zeichnung auf die sog. Imprimitur aus trüben Fraben (Ocker, Braun, und Spuren von Schwarz, Grau + Weiss) der Reihe nach verschiedene Schichten durchsichtiger und deckender Farben aufgetragen werden. Man beginnt mit einer oft einfarbigen, vereinfachten Untermalung, die nur die wesentlichen Hell/Dunkel-und ggf. Kalt/Warm- Kontraste zeigt. Alle weiteren Schichten werden auf die jeweils getrocknete letzte Schicht aufgetragen. Da die Trockenzeiten in der Ölmalerei mitunter lange sind, dauert dieser Prozess gewisse Zeit. Es gibt allerdings auch einige Abkürzungen und klugen Gebrauch von Pigmenten, die kürzere Trockenzeiten haben. (Umbra gebrannt)

Die Aufgabe des Abends war es, mit einer einfachen Gouasch-Untermalung ein sehr vereinfachtes Modell einer Kopfansicht in Ocker und Ultramarin anzulegen, die getrocknete Untermalung später mit einer zarten Lasur aus Indischgelb und etwas Terpentinöl zu übermalen. Die Übermalung bzw. Lasur kann mit Hilfe eines Lappens, den blossen Fingern oder einem breiten Pinsel aufgetragen werden.

Mit der ersten dünnen Schicht in Öl, sind ab jetzt nur noch Ölfarben für alle weiteren Schichten möglich.


Im nächsten Semester werden wir vertieft an den Gebrauch von Ölfarben gehen und Verfahren knennenlernen, die eine Mischform von Acryl-, Gouasch- und Ölmalerei ermöglichen.

Ergebnisse des Abends: